Johannes Vennekamp

geboren 1935 in Konstantinopel
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Lebt und arbeitet in Berlin und in Landsatz an der Elbe.
1963 Mitbegründer der Werkstatt Rixdorfer Drucker.
Preisträger der Biennale Krakau



Auswahl der Einzelausstellungen

Berlin, Bielefeld, Braunschweig, Duisburg, Stuttgart, München, Bonn, Göttingen, Starnberg, Nürnberg, Goethe – Institut, New York, Galleri Östermalm – Stockholm
Gallerie Passepartout – Kopenhagen, Galleri Sonet – Stockholm, Worpswede

VENNEKAMPGEDICHT

Vennekamp heißt mit Vornamen Johannes,

manchmal nennt er sich Johann, ich nenne ihn Josy,

manchmal trägt er den Bart des Tschingis Khan, manchmal den Bart des Hochseefischers Jens Peter Ypsilon

VENNEKAMP
ist nie und nimmer dran, der Malerei mit dem Krummsäbel einen Goldenen Schnitt zu versetzen, wie er auch nirgendwann anspielen möchte auf die Arbeit des Jens Peter Ypsilon,

das heißt, die Bärte sind ohne tiefere Bedeutung das heißt aber nicht , die Abwandlung des Sprichworts beim Barte des Propheten / wäre unzutreffend für ihn

sapperlot. Bei Vennekamps Bart

diese Bilder haben alle drei Dimensionen, Johannes Johann und Josy, dass heißt eine Maus bringt ihm den pour le mérite, dass heißt aber nicht, ihn auszuzeichnen wäre allein einer Maus vorbehalten, vielleicht kommt ein Vogel geflogen / eine Katze gekrochen oder ein dicker dünner Mann überquert seinen Weg, was sagt uns das letzte Beispiel

es sagt uns

Vennekamp geht manchmal spazieren

er setzt eine Farbe vor die Andere, er dreht sich um, nach Kneipen, nach Weibern, nach Max und Moritz

nach vierundzwanzig Würfelbuden im leergefressenen Park, nach einem einzigen toten Fisch in den Kanälen Berlins,

dass heißt, Vennekamp hat sich hier niedergelassen

dass heißt aber nicht, er hätte sich vorgenommen, Polizeiautos zu malen, nein sagt er, die male ich nicht, davon gibt es mehr als genug

GÜNTER BRUNO FUCHS

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